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Ziele im Fokus

  • Nachhaltige Städte
  • Leben an Land
Prof. Dr. Tine Köhler

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt hat die Entwicklung eines plattformunabhängigen Entscheidungshilfetools zur Auswahl mobilisierbarer Aufbereitungsstandorte für mineralische Abfälle zum Ziel. Auf diese Weise sollen im Modellgebiet Dresden-Meißen Stadt-Land-Beziehungen etabliert und dauerhaft gefestigt werden. Das Tool unterstützt den Umsetzungs- und Verstetigungsprozess sowie eine breite Partizipation. Basis der Auswahl sind die einschlägigen Gesetze sowie planungsrelevante Aspekte. So werden Schutzgüter nach UVPG und ROG analysiert und bewertet und Nutzungskonkurrenzen eruiert.

Zu diesem Zweck werden Eingangsdaten aus Gutachten bzw. Prognosen generiert und einer mit Kennzahlen hinterlegten Bewertungsmatrix eindeutig und wissenschaftlich fundiert zugeordnet. Die wichtigsten Datengrundlagen sind hier unter anderem Inputströme, Massen an zu deponierendem Material, Emissions- und Immissionsprognose, Verkehrsprognose, Ermittlung von schützenswerten Gebieten (z.B. Naturschutzgebiete, Kaltluftentstehungsgebiete etc.), ein Critical-Load-Konzept für Stoffeinträge, Eigentumsverhältnisse etc. Zur Komplettierung der Planungsgrundlage wird ein regionales Gebäudekataster eingesetzt, das dabei hilft, strategische Entscheidungen für eine untersuchungs-raumspezifische Kreislaufwirtschaft zu treffen.

Durch die Entwicklung von Bewertungsmöglichkeiten für diverse Schlüsselparameter können positive Effekte von Stadt-Land-Partnerschaften eindeutig dargelegt werden.

Das Projekt wird in Kooperation mit dem Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung, der Bundesanstalt für Materialforschung- und Prüfung, der Landeshauptstadt Dresden, dem Unternehmen AGS Anlagen + Verfahren GmbH und der TU Dresden durchgeführt.