Zur Startseite

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt hat die Entwicklung eines plattformunabhängigen Entscheidungshilfetools zur Auswahl mobilisierbarer Aufbereitungsstandorte für mineralische Abfälle zum Ziel. Auf diese Weise sollen im Modellgebiet Dresden-Meißen Stadt-Land-Beziehungen etabliert und dauerhaft gefestigt werden. Das Tool unterstützt den Umsetzungs- und Verstetigungsprozess sowie eine breite Partizipation. Basis der Auswahl sind die einschlägigen Gesetze sowie planungsrelevante Aspekte. So werden Schutzgüter nach UVPG und ROG analysiert und bewertet und Nutzungskonkurrenzen eruiert.

Zu diesem Zweck werden Eingangsdaten aus Gutachten bzw. Prognosen generiert und einer mit Kennzahlen hinterlegten Bewertungsmatrix eindeutig und wissenschaftlich fundiert zugeordnet. Die wichtigsten Datengrundlagen sind hier unter anderem Inputströme, Massen an zu deponierendem Material, Emissions- und Immissionsprognose, Verkehrsprognose, Ermittlung von schützenswerten Gebieten (z.B. Naturschutzgebiete, Kaltluftentstehungsgebiete etc.), ein Critical-Load-Konzept für Stoffeinträge, Eigentumsverhältnisse etc. Zur Komplettierung der Planungsgrundlage wird ein regionales Gebäudekataster eingesetzt, das dabei hilft, strategische Entscheidungen für eine untersuchungs-raumspezifische Kreislaufwirtschaft zu treffen.

Durch die Entwicklung von Bewertungsmöglichkeiten für diverse Schlüsselparameter können positive Effekte von Stadt-Land-Partnerschaften eindeutig dargelegt werden.

Das Projekt wird in Kooperation mit dem Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung, der Bundesanstalt für Materialforschung- und Prüfung, der Landeshauptstadt Dresden, dem Unternehmen AGS Anlagen + Verfahren GmbH und der TU Dresden durchgeführt.

Im Ballungsraum Rhein-Main werden Wirtschaft und Gesellschaft wesentlich von Prozessen und Systemen der Mobilität bestimmt. Klimawandel und Ressourcenverknappung erhöhen die Dringlichkeit, neue Lösungen für Mobilität in urbanen Zentren zu generieren. Im Bereich Design zählt dazu die Entwicklung spezifischer Werkzeuge und Strategien, um Projekte im umweltfreundlichen Mobilitätsbereich positiv zu befördern und sie sichtbarer zu machen, um ihre Akzeptanz in der Bevölkerung zu erhöhen.

Dafür werden traditionelle wissenschaftliche Handlungsfelder wie Verkehrsplanung, Stadtentwicklung, Informations- und Kommunikationstechnologie und Sozialwissenschaften mit Designforschung verbunden. Das Vorhaben fokussiert die Mobilität des Einzelnen im Verhältnis zum Verkehrssystem und dessen Infrastruktur (Mobilitätsstrukturen) und entwickelt Konzepte zur Förderung multimodalen, umweltfreundlichen Mobilitätsverhaltens.

Mit ihrem Green-City-Konzept verfolgt die Stadt Frankfurt einen konkreten und ambitionierten Plan zum Ressourcen-, Klima- und Umweltschutz. Ein wichtiges Element ist dabei das Abfallmanagement. Mit der getrennten Sammlung von Restmüll, Bioabfall und Papier leistet die FES bereits einen erheblichen Beitrag zu den genannten Zielen. Für die FES gehört es indes zum Selbstverständnis, auch den Sammelprozess zu hinterfragen und nach alternativen Konzepten zu suchen.

Ein herkömmliches Müllauto wird mit Dieselkraftstoff betrieben und um es im Zuge der Luftschadstoffproblematik aus der Stadt zu verbannen, braucht es Alternativen. Das macht das Müllauto zum Forschungsobjekt für Ingenieur:innen der Frankfurt UAS.

Die Bewertung von Niederschlagsabflüssen zur Einleitung in Oberflächengewässer soll in Deutschland in Zukunft über den Parameter AFS63 (Abfiltrierbare Stoffe mit einer Korngröße von > 0,45 μm und ≤ 63 μm) erfolgen. Während zentrale Behandlungsbauwerke ihre Wirksamkeit bereits nachweisen konnten und über die bestehenden Regelwerke dimensioniert werden können, fehlt ein Bewertungsverfahren für dezentrale Behandlungsanlagen.

„Nachhaltigkeit ist eingebettet in einem Wertekanon, und dieser Wertekanon gehört zum Selbstverständnis unserer Hochschule, den wir unseren Studierenden mit auf den Weg geben wollen.“

Prof. Dr. René Thiele, Vizepräsident Studium und Lehre

Prinzipiell geeignet ist ein reproduzierbares Laborprüfverfahren, angelehnt an das bestehende Prüfverfahren des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt) zur Einleitung von Verkehrsflächenabflüssen ins Grundwasser. Es muss beispielsweise bezüglich der hydraulischen Beschickung sowie der Auswahl geeigneter Prüfmaterialien angepasst werden, um die im neuen Arbeitsblatt 102 der DWA publizierten Wirkungsgrade bezogen auf AFS63 für dezentrale Niederschlagswasserbehandlungsanlagen einordnen und Vorgaben des neuen Anhangs Niederschlagswasser der Abwasserverordnung umsetzen zu können.

Die Produktentwicklung hat einen erheblichen Einfluss auf die Umweltwirkungen eines Produktes. Um ökologische Schwachstellen frühzeitig identifizieren, geeignete konstruktive Maßnahmen rechtzeitig ergreifen und so die Umweltbeeinträchtigungen über den gesamten Produktlebensweg minimieren zu können, ist es wichtig, bereits in diesem frühen Stadium wirksame und effiziente Methoden zur Abschätzung der zu erwartenden Umweltbeeinträchtigungen einzusetzen. Oft ist es zu diesem Zeitpunkt nicht immer möglich oder aus Zeit- und Kostengründen zu aufwendig, umfassende Ökobilanzen durchzuführen; daher haben Kurzbilanzierungsmethoden eine besondere Bedeutung.

Kurzbilanzierungsmethoden berücksichtigen jedoch oft nur einzelne Umweltaspekte der Fertigungsprozesse und nur sehr eingeschränkt Prozesse zur Behandlung der Abfälle bzw. Reststoffe. Sie werden deswegen beim EcoDesign unkritischer eingeschätzt als sie tatsächlich sind. Hinzu kommt, dass die Auswahl der angebotenen Prozesse in Kurzbilanzierungsmethoden sehr klein ist, so dass nicht verfügbare Fertigungs- und Abfallbehandlungsprozesse durch oftmals nicht repräsentative Prozesse substituiert und daher nur eingeschränkt realitätsnah ökologisch bewertet werden. Beides führt zu zum Teil erheblichen Unsicherheiten in der Anwendung derartiger Methoden und lässt Optimierungspotenziale unerkannt.

Trotz der gesellschaftlich gestiegenen Bedeutung der institutionellen Kleinkindbetreuung weisen Studien zur Geschlechterthematik in Kitas deutliche Lücken hinsichtlich der systematischen Berücksichtigung der unter Dreijährigen auf. Das Forschungsprojekt liefert einen Beitrag zur Bearbeitung dieser Leerstelle: Es wird Grundlagenforschung zu einem bislang nur rudimentär untersuchten Forschungsgegenstand geleistet und die soziale Kategorie Geschlecht in Verbindung mit weiteren interdependenten Unterscheidungen in der Institution Kinderkrippe fokussiert. Dadurch werden, ausgehend vom Erkenntnisstand der Geschlechterforschung, wonach die Dimension Geschlecht mit verschiedenen Differenzkategorien verknüpft ist, empirische Befunde und geschlechterkritische Perspektiven in die Krippenforschung und in ein expandierendes Handlungsfeld eingebracht, die dort bisher kaum entwickelt sind.