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Ziele im Fokus

  • Nachhaltiger Konsum
  • Massnahmen zum Klimaschutz
Fachbereich 2: Informatik und Ingenieurwissenschaften
  • Prof. Dr. Ekkehard Schiefer, Professur für Produktentwicklung, Konstruktionslehre und EcoDesign

Produzierenden Unternehmen kommt eine besondere Verantwortung für den Umweltschutz zu, weil es vor allem industriell erzeugte Produkte sind, die während ihres Produktlebens die Umwelt teilweise massiv beeinträchtigen.

Insbesondere in den frühen Phasen der Produktplanung und -entwicklung können etwa durch Auswahl der Werkstoffe Parameter wie Energieverbrauch oder Emissionen maßgeblich beeinflusst werden. Durch Festlegung der zu erwartenden Prozesseigenschaften in den Produktlebensphasen kann hier über den gesamten Lebenszyklus des Produktes am wirksamsten Einfluss genommen werden.

Die Module EcoDesign und Nachhaltige Produktentwicklung vermitteln den Studierenden der Studiengänge Allgemeiner Maschinenbau (MA), Maschinenbau (BA) und Produktentwicklung und Technisches Design (BA), die Methodik, technische Produkte ökologisch zu optimieren.

EcoDesign ist die proaktive, ganzheitliche ökologische, ökonomische und technische Optimierung von Produkten unter Berücksichtigung ihres gesamten Lebenszyklusses. „Eco“ steht dabei für „ecological“ und „economic“ und unterstreicht den Anspruch nach umwelt- und marktgerechten Produkten, denn nichts ist aus Umweltsicht so sinnlos wie ein Produkt, das für den Kunden nutzlos ist.

Grundlage für das Verständnis der Entstehung von Umweltbeeinträchtigungen ist die Betrachtung des gesamten Produktlebenszyklus („Life Cycle Thinking“): Produktentwickler:innen müssen mögliche Prozesse und ihre Wirkungen in allen Lebenslaufphasen vorab in Betracht ziehen und unter Gesichtspunkten der Umweltgerechtheit auswählen, gestalten und optimieren. Dabei gilt der EcoDesign-Grundsatz, immer alle Lebenslaufphasen (Werkstoffherstellung, Produktion, Nutzung, Recycling/Entsorgung) eines Produktes zu beachten. Nichtbeachtung kann verzerrte, ja gänzlich falsche Ergebnisse liefern und erhöht so das Risiko, falsche Entwicklungsziele zu setzen und damit die Umweltperformance, ja sogar den Markterfolg des Produkts zu gefährden.

Jede konstruktive Maßnahme hat Einfluss auf die Umweltbeeinträchtigungen im Lebenslauf eines Produkts hat und Wechselwirkungen zu anderen Umweltwirkungen in der gleichen oder in anderen Lebensphasen. Daher ist jede Maßnahme nicht nur technisch und wirtschaftlich, sondern auch ökologisch durch z. B. Ökobilanzierung („Life Cycle Assessment“) zu beurteilen. Insbesondere negative Wechselwirkungen, bei denen eine an sich ökologisch positiv zu bewertende Maßnahme unerwünschte Umweltbeeinträchtigungen an anderer Stelle zur Folge hat, sind rechtzeitig zu erkennen, da sie im ungünstigsten Fall dazu führen können, dass die Gesamtbelastung der Umwelt zunimmt.

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