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Nachhaltigkeit ist mehr als Energiesparen. Sie ist auf Ebene der Stadt und des Gebäudes bis zum Material relevant. Wir kümmern uns um einen sinnvollen, verantwortungsvollen Ressourcen- und Flächenverbrauch, minimieren Kubaturen und kontrollieren damit Material- und Energieströme. Last but not least koordinieren wir räumliche (Lebens-)Zusammenhänge.

Im Modul Versorgungstechnik 2 werden die Themen Heizen, Kühlen, Lüften und Klimatisieren von Gebäuden vermittelt; dabei wird jeweils die Einbindung regenerativer Energiesysteme dargestellt. So werden in der Heizungstechnik die Reduktion der Treibhausgasemissionen (GHG) durch Einbindung von Solarthermie, Wärmepumpentechnik und Blockheizkraftwerke behandelt. In der Lüftungstechnik werden Themen der GHG-Reduktion anhand der Luftdichtigkeit von Gebäuden und Wärmerückgewinnung bei Lüftungsanlagen diskutiert. Nachtlüftung wird als sinnvolle Methode in der Kälte- und Klimatechnik dargestellt, um dort den Strombedarf zu reduzieren. Die Elektrizitätserzeugung mit Photovoltaik und die Speichertechnologien werden technisch und konzeptionell bei Null- und Plusenergiegebäuden erläutert.

Ein wesentlicher Ansatz zur Entwicklung einer nachhaltigen, CO₂-neutralen Gesellschaft ist, den Primärenergiebedarf in allen Verbraucherbereichen deutlich zu reduzieren. Das ist auch erklärtes Ziel der Bundesregierung mit der Vorgabe, diesen bis 2020 bzw. 2050 um 20 bzw. 50 % (Basisjahr 2008) zu senken („Energiewende – Der Energiesparplan für alle“, 2014). Hintergrund ist neben dem Klimaschutz auch die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland. Die Energieeffizienz – also der rationelle Einsatz von Energie – spielt dabei eine entscheidende Rolle.

Produzierenden Unternehmen kommt eine besondere Verantwortung für den Umweltschutz zu, weil es vor allem industriell erzeugte Produkte sind, die während ihres Produktlebens die Umwelt teilweise massiv beeinträchtigen.

Anfang Dezember 2020 hat Dänemark – der größte Ölproduzent der EU – das Ende seiner Ölförderung beschlossen. Dieses Beispiel einer länger werdenden Liste von Staaten mit konkreten Klimazielen macht die wachsende Bedeutung des Klimawandels deutlich. Aber auch andere Nachhaltigkeitsaspekte wie z. B. faire Arbeitsbedingungen rücken stärker in den Blick der Öffentlichkeit.

In der Lehre sollen von den 17 UN-Nachhaltigkeitszielen die beiden Ziele 8 („Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum“) sowie 12 („ Nachhaltige/r Konsum und Produktion“) berücksichtigt werden.

Das Reden über Klimawandel und Umweltzerstörung ist nicht neu. Wissenschaftliche Studien und Erkenntnisse, etwa des Club of Rome zum Raubbau an der Natur mit all den katastrophalen Folgen, sind bereits seit den 1970er-Jahren bekannt.

Die von uns Ende Januar 2020 organisierte Konferenz zum Thema „Umwelt, Klimakrise und Ökosoziale Arbeit“ war Ausgangspunkt für den Beginn einer Diskussion über Umweltfragen in der Sozialen Arbeit. Eines der anerkannten Ergebnisse war, dass Umweltfragen zwar in einigen Modulen behandelt wurden, es aber kein klares Modul gab, das dies explizit thematisierte. Daraus entwickelten sich verschiedene Lehrangebote: Im Modul „Green Social Work“ von Prof. Dr. Yari Or und Prof. Dr. Ute Straub wurden professionelle Zugänge der internationalen Sozialen Arbeit zum Bereich Ökologie und Natur betrachtet.

Im Modul „Zeitgenössische Umweltbewegungen“ von Prof. Dr. Chaitali und Youssef Abid (Koordination) war es das Ziel, zeitgenössische Umweltthemen und ihre Verbindungen zur Sozialen Arbeit zu erforschen. Die Studierenden entwickelten im Sommersemester vier Projekte, die verschiedene Aspekte der Umweltbewegungen erforschten, nämlich

Das Interdisziplinäre Studium Generale (!SG) ist ein Pflichtmodul für alle Bachelorstudierenden, die sich ein Semester lang mit einem fachfremden Thema gemeinsam mit Studierenden aus anderen Studiengängen und Fachbereichen auseinandersetzen. Viele der angebotenen Themen sind im sogenannten „Service Learning“ zu verorten; dabei bearbeiten die Studierenden eine konkrete Fragestellung von externen Partnern, die häufig aus dem NGO-Bereich kommen.